Neue Pläne

We have got bit travel plans

Lange nichts geschrieben, wir wissen gar nicht ob da noch jemand sein wird, der das hier liest. Also wie schon einmal irgendwo erwähnt: Nach dem Trail ist vor dem Trail.

Wir haben schon relativ konkrete Pläne für ein neues Long-distance-hike-Projekt. Diesmal nach Neuseeland auf den Te Araroa (Was ist Te Araroa?)

Es ist noch eine Weile hin, aber wir freuen uns jetzt schon.

Für alle interessierten haben wir hier eine kleine Auswahl an Links zusammengestellt die einen kleinen Eindruck vom Te Araroa  vermitteln:

Die offizielle Website des Te Araroa Trust: http://www.teararoa.org.nz/
Das Te Araroa Wiki: http://tawiki.org/
Ein schöner Artikel auf appalachiantrials.com: http://appalachiantrials.com/



Packliste Appalachian Trail "Reloaded"


Update: wir haben für den Te Araroa eine neue Pakliste angefangen und empfehlen euch diese auch mal anzuschauen. Die TA Packliste ist genauer und ordentlicher gepflegt.

Nachdem wir nun von unserer Reise wieder zurück sind und unsere ganze Ausrüstung fleißig getestet, optimiert und "gereviewed" haben, wollen wir mit diesem Post zum Abschluss unsere alte Packliste updaten.

Img by Freepik.com


So wie die Ausrüstung hier aufgelistet ist, hatten wir sie dabei und hat sie sich auch bewährt. Wir würden sie fast genau so wieder auf unseren nächsten Trip mitnehmen:

Hennings Gepäck:
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Henning Name Gewicht
BIG 3 Rucksack + Raincover deuter ACT lite 50+10 1756
Schlafsack Yeti Passion three L 533
Innenschlafsack Cocoon Silk Mummy Liner 130
Isomatte Therm-A-Rest Neo Air 350
KLAMOTTEN Regenjacke OR Supernova L 310
Regenhose ULA Rainkilt 82
Fleece Sherpa Namche 336
Merino Unterwäsche Icebreaker 382
Socken Ersatz/ Campsocken Darn Tough 102
Unterhosen Exofficio GIVE-N-GO 105
Daunenjacke Mountain Hard Wear Ghost Whisperer 230
Campschuhe/Fluss Vivobarefoot Ultra Pure 225
Schal Buff 50
Handschuhe 38
WASCHEN Waschbeutel Deo, Rasierer, Zahnbürste, Zahnpasta, Taschentücher, Ohrenstäbchen, Jodtabletten, Nivea Soft 243
Waschlappen 39
Handdesinfektion Sterillium Virugard 101
Fußpuder Balea 150
Toilettenpapier 150
ESSEN Tasse Snow Peak Colored Titanium Mug 70
Göffel Sea to Summit Light Spork long 11,34
Messer Deejo Wood Collection
Gewürze Verschiedene 200
Kocher + Gas Jetboil Sumo 1,8L + 220g Gaskartusche 456
Spülschwamm 5
Wasserfilter Sawyer Squeeze mini 57
SONSTIGES Taschenlampe Petzel Tikka 2 82
Sonnenbrille MJ Sport 20
Sitzmatte Therm-A-Rest Z-Seat 60
Feuerzeug mini BIC 11
Oropacks 13
Duct Tape 10
Seil+Karabiner+Bear Bag 15m x 2mm/ 13 L 120
Packtaschen 174
ELEKTRONIK E-Book Kobo Touch + wasserfest im Zipp-Beutel 186
Fotokamera Canon EOS 550 999
Fototasche 200
Ladegerät Kamera
Ersatzspeicherkarte 2 x 64 GB

Gesamt Gewicht

7986

AM KÖRPER Schuhe Patagonia DRIFTER A/C
Hose Fjäll Räven Keb
Trekking Stöcke
Socken Darn Tough
Unterhose Exofficio GIVE-N-GO
T-Shirt Icebreaker




Melas Gepäck:
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Mela Name Gewicht
BIG 3 Rucksack Osprey Talon 44 1126
Raincover Sea to Summit Ultra-Light Packcover S (etwas zu klein, nächstes mal kommt eine neue mit) 90
Wasserblase Platypus Hoser 3.0L 100
Schlafsack Yeti Passion three M 480
Innenschlafsack Cocoon Silk Mummy Liner (Sea to summit Reactor Thermolite Liner für kalte Jahreszeiten) 130
Oropacks 3
Isomatte Neo Air wms + Rep-Set 355
KLAMOTTEN Regenjacke Sherpa Lithang (nächstes mal eine Leichtere) 430
Regenhose ULA Rainkilt 82
Fleece Sherpa Namche 241
Merino Unterwäsche lang Icebreaker (nur wenn es kalt ist) 314
kurze Hose Esprit 90
Socken Ersatz Wrightsocks, Fits, Darn Tough oder Smartwool Merinosocken 51
Unterhosen x2 Ersatz Icebreaker Sprite (auch gut fand ich Patagonia Women's active Hipster) 80
Daunenjacke Mountain Hard Wear Ghost Whisperer 185
Langarmshirt schlafen Bergans Fjellrapp  179
Hose zum schlafen Bergans Fjellrapp 171
Campsocken lieber zweites Paar Wandersocken als Notfallersatz: z.B. Darn Tough Light Hiker Merinosocken (kurz) 54
Campschuhe/Fluss Vivobarefoot Ultra Pure 191
Schal Buff 51
Mütze Marmot (nur wenn es kalt ist) 83
Handschuhe Roeckl Kasa Powerstretch (nur bei kaltem Wetter) 38
WASCHEN Waschbeutel Haarbürste, Zahnbürsten, Zahnseide, Zahnpasta, Haargummis, Waschlappen, Schiene, Deo, Einmalrasierer (Lippenpflege und Creme braucht man erstaunlicherweise nicht. Duschgel, Shampoo, Creme gab es immer in Hotels) 200
Handtuch groß PackTowl Ultralite Towel XL 88
Erste Hilfe 350
Fusskrem Gehwohl  92
Seife Dr. Bronner's Baby Mild Liquid Soap - 2  fl.oz. 57
Toilettenpapier 150
Handdesinfektion 91
Handtuch klein PackTowl Nano Towel S (wahlweise als Geschirrtuch/Taschentuch/Handtuch) 17
ESSEN Tasse Snow Peak Colored Titanium Mug 70
Teller Sea to Summit X Bowl 80
Göffel Titan Spork/Göffel 14
zip Lock Für Müll 8
Sitzmatte Therm-A-Rest Z-Seat 56
SONSTIGES Taschenlampe Petzel Tikka Plus 2 81
Ersatzbatterien nicht nötig!
Sonnenbrille braucht man nur sehr selten. Eigentlich nur in Städten 36
Feuerzeug mini BIC 11
Nähsachen + Duct Tape 50
Packtaschen Sea to Summit Ultra Sil x3 136
ELEKTRONIK E-Book Kobo Touch + Hülle + wasserfest im Zipp-Beutel 224
Ipod+Ladekabel+Kopfhörer IPod Nano Touch 53
Handy+Kabel Samsung Galaxy mit Outdoorhülle 169
Zipp-Lock-Beutel 7
E-Book-Ladekabel Kobo (micro USB) 27
Fotoapparat Panasonic Lumix DMC-TS5  213
Ersatzspeicherkarte 2 x 64 GB
Ladeschale Foto mtb 36
Ersatzakku nicht nötig wenn man eine Ladepack dabei hat!
GELD Geldbeutel Ausweis, Führerschein, Kreditkarte, Giro, Cheques Studentenausweis 84
GEMEINSAMES Zelt Big Agnes Copper Spur UL 2 1417
Zeltunterlage Footprint 142

Gesamt Gewicht

8483

AM KÖRPER Schuhe
Hose Kurz oder zum Zippen. Lange Hose braucht man nur im Camp bei kaltem Wetter
Trekking Stöcke
Socken 54
Unterhose Icebreaker Sprite 40
BH Patagonia Active fand ich sehr gut 99
T-Shirt 95

Trail-Review: Dach über dem Kopf

Die meisten von uns waren vermutlich noch nie mit einer Hängematte zum Schlafen wandern. Wir stießen erstmals  bei unseren AT Recherchen auf diese "Hammocks" und wunderten uns sehr was das ist und warum jemand sowas machen würde.

Inzwischen sind wir der Meinung, dass wenn man den AT alleine wandert, ein Hammock eine sehr gute Wahl ist und gegenüber einem Zelt enorm gewichtssparend ist.



Da wir Hängematte zum Schlafen kategorisch abgelehnt hatten, haben wir uns in Deutschland nicht weiter damit beschäftigt. Wir wissen also nicht was der deutsche Markt so anbietet. In den USA gibt es eine große und gute Auswahl (soweit wir das gesehen haben ist Deutschland in dieser Hinsicht noch sehr weit hinterher).


unten rechts: Hammock mit Tarp
Die Vorteile eines Hammocks sind sein geringes Gewicht und es ist bequem. Bei Regen muss man keine Angst haben, dass das Wasser unten reinlaufen könnte (ist uns übrigens nie passiert!). Mäuse kommen nicht so leicht ran. Die Hammocks sind luftig, was im Sommer sehr schön ist.
Als Nachteil wird manchmal aufgezählt,  dass man ja Bäume braucht um die Hängematte aufzuhängen. Aber Baumknappheit ist auf dem AT jetzt eher kein Problem.

Wir sind jetzt nicht den ganzen Weg gelaufen, aber in den 1200 Meilen haben wir nur einmal einen Campground gehabt, wo Hammock hängen schwierig war (aber nicht unmöglich). Im Gegenteil haben wir die Erfahrung gemacht, dass es schwieriger ist einen guten, flachen Zeltplatz zu finden als Bäume im richtigen Abstand.

Ein "richtiger" Nachteil ist, dass man bei Kälte schneller friert, da die Wärme nicht so gespeichert wird wie in einem Zelt. Aber auch dafür gibt es bei Hängematten eine Lösung in Form eines kleinen Daunenmantels (die werden speziell für Hängematten hergestellt) der um den Mittelteil der Hängematte geschnallt wird.

So, jetzt aber genug zu Hängematten. Wir waren schließlich mit einem Zelt unterwegs.
Wir hatten uns für ein Big Agnes Copper Spur UL2 entschieden und waren unglaublich zufrieden damit. Wer mit dem Gedanken spielt sich zu zweit das FlyCreek UL2 zu teilen, sollte wirklich klein und schlank sein. Wir würden es eher nicht empfehlen.
Wir sind 1,60m und 1,83m und hatten gut, aber nicht übermäßig, Platz im Copper Spur UL2.





Da Mela so klein ist und das Zelt nicht in der vollen Länge nutze, konnten wir auch noch (bei Regen und bei Kälte) die Rucksäcke mit ins Innenzelt nehmen. Man muss seine Isomatte und Füße halt evtl. auf den Rucksack legen, was übrigens gar nicht so schlecht ist, da es gegen geschwollene Füße hilft.

Das Big Agnes Copper Spur UL2 hat 2 Eingänge. Wir LIEBEN dieses Konzept, denn so kann jeder bequem rein und raus und jeder hat sein eigenes Vorzelt. Die sind zwar nicht sehr groß, aber für die Rucksäcke reichte es. Außerdem konnte man das Zelt richtig gut durchlüften wenn man beide Vorzelte zur Seite raffte. Wir schliefen im Sommer einige Nächte so,  geschützt vor Insekten und Mäusen und trotzdem wehte ein Wind hindurch.


Das Zelt ist am Kopfteil breiter als am Fußende, was absolut genial ist, denn es spart Gewicht und fällt einem überhaupt nicht auf. Es gibt im Innenteil einige Schlaufen, an denen man mit Karabiner, oder ähnlichem, Dinge befestigen kann. Da man aber ständig auf- und abbaut ist es zu lästig sich großartig einzurichten. Wenn es keine Bären gäbe könnte man gut seinen Waschbeutel dort aufhängen.


Wir benutzten ausschließlich die Taschen auf Kopfhöhe. Jeder hat 3 Stück auf seiner Seite. Sie sind schön groß und beherbergten Klopapier (für Nachts), Taschenlampe, Kamera, Handy, Ebook und externen Akku...was man halt so braucht wenn man abends Blogg schreiben will, den nächsten Tag plant (wir hatten den AT Guide als pdf auf dem Handy) oder lesen mag.

Da es sehr oft auf dem AT regnet ist für die Zufriedenheit ausschlaggebend, wie gut das Zelt mit Regen, Dauerregen oder sehr heftigem Regen klar kommt. In allen Punkten hat das Zelt bestanden. Die Wassersäule konnte einige cm steigen, ohne dass wir nass oder auch nur feucht geworden sind. Es hat nie reingetropft, das Dach hielt heftigem Regen und der Boden hielt Überschwemmungen stand. Selbst wenn das Wasser in den Schuhen im Vorzelt stand - im Zelt war es immer trocken.
Gegen die Luftfeuchtigkeit kann man leider nichts machen, deshalb kam es schon auch mal vor, dass es klamm im Zelt wurde. Wir lernten schnell, das Zelt nicht in Wiesen aufzustellen! Da ist der Morgentau und die aus dem Boden aufsteigende Feuchtigkeit schlimmer als Regen.



Was absolut großartig an dem Zelt ist, ist dass der Abstand zwischen Innen- und Außenzelt so groß ist. Selbst wenn man die Rucksäcke mit rein nimmt und gegen die Wände presst - oder die Beine oder die Arme (beim Schlafen) - besteht nie die Gefahr, dass sich die beiden Stoffe berühren. Das ist wichtig, da es sonst durchweicht und reinregnen kann (ist mir mit meinem alten ALDI-Zelt passiert).

Das Zelt kommt mit 6 tollen Heringen. Es gibt vermutlich leichtere, aber das Design ist toll und sooo schwer sind sie gar nicht. Sie verdrehen sich nicht und lassen sich meistens auch in steinigem Untergrund befestigen. Wir ergänzten mit der Zeit um 2 weitere normale Heringe, die wir in Hiker-Boxen fanden, um die 2 Seile zur besseren Stabilität gegen Wind auch noch ausspannen zu können.  Totaler Blödsinn, denn es windete nie so stark, dass man sie gebraucht hätte. Vielleicht spannten sie das Zelt etwas besser aus, aber das kann auch Einbildung sein.

Die Zeltstangen sind schön leicht und werden ineinander gesteckt. Innen sind die Segmente mit einer Gummischnur miteinander verbunden, so dass man keine Einzelteile verlieren kann. Beim ersten Gebrauch wirkten sie sehr zerbrechlich auf uns und das mitgelieferte Notfall-Reparatur-Rohr (falls mal ein Stangenteil durchbricht) weckte auch nicht gerade unser Vertrauen. Wir gingen jetzt nicht super grob mit dem Gestänge um, aber es passierte nie was und am Ende können wir sagen, das Ganze ist echt stabil gemacht und lässt sich schnell und einfach aufbauen.


Fazit: dieses Zelt ist jeden Cent wert, wir würden es genauso wieder machen. Und wenn wir wieder mal campen gehen kommt es auf jeden Fall mit!

Man muss an dieser Stelle vielleicht noch ein Wort zu den Sheltern verlieren. Ein Shelter ist schön, wenn es regnet und stürmt. Dann fühlt man sich dort ein wenig sicherer (vorausgesetzt das Shelter ist wasserdicht). Was nicht so schön ist, ist dass man nicht vor Insekten und Mäusen geschützt ist. Wann immer es nicht so voll war und wir die Möglichkeit hatten, stellten wir unser Innenzelt ins Shelter.

Mäuse im Shelter sind echt nicht zu unterschätzen. Sie können sehr zerstörerisch sein. Es war schön, dass unser Innenzelt frei und selbstständig stehen konnte, aber außer im Shelter haben wir es nur einmal nachts ohne Außenzelt aufgestellt. In dieser Nacht fing es natürlich an zu regnen!