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Trail Lexikon - Begriffserklärungen

Die Appalachen

Die Appalachen sind eines der ältesten Gebirge der Erde (mehr als 450 Mio Jahre alt) und ziehen sich fast an der gesamten Ostküste der USA entlang bis weit nach Kanada hinein.

Der Appalachian Trail

Der Appalachian Trail folgt dem Gebirgszug der Appalachen.  Seine Länge schwankt von Jahr zu Jahr etwas, aber bewegt sich irgendwo um die 3500km (für den Teil der in den USA verläuft). Neben dem "klassischen" Appalachian Trail gibt es auch noch den International Appalachian Trail, der sich an der Ostküste Kanadas nach Norden hin fortsetzt. Der Trail wird durch freiwillige Helfer und das Appalachian Trail Conservancy erhalten und verwaltet.

Bounce Box

Um überschüssiges Gepäck oder Ersatzausrüstung nicht unnötig im Rucksack mit herum zu schleppen, gibt es die Möglichkeit, diese in einem Paket von Stadt zu Stadt vorweg zu schicken (zu "bouncen").
Wenn man über verschiedene Jahreszeiten hinweg wandert, bietet es sich an das Sommer- und Wintergear per Post so mitzuschicken und bei Bedarf einfach auszutauschen.
Das Besondere an der Bouncebox in den USA ist: solange man das Paket nicht öffnet, kann man mit einmal Porto bezahlen das Paket immer wieder mit einem neuen Zielort aufgeben.

Campground

Wie der Name schon sagt handelt es sich hierbei um einen, extra dafür vorgesehenen, Ort an dem mehrere Zelte aufgestellt werden können. Meistens existieren an Campgrounds auch Wasserquellen, was sie zu einem besseren Platz zum übernachten macht als einfach am Wegesrand zu kampieren. Mehr Infos zum Campen auf dem AT gibt es hier.

Privy

An einigen Sheltern gibt es sogenannte Privies. Frei übersetzt ist ein Privy ein Plumpsklo. Wie so ein Privy aussieht kann man sich hier näher ansehen: YouTube. Ganz wichtig ist, dass man keinen Müll und Feuchte Tücher in die Privies wirft, da dies den natürlichen Abbau der Ausscheidungen stört und die armen freiwilligen Helfer den Müll aus den Reservoirs entfernen müssen!
Ein witziger Fakt: in einigen Bundesstaaten gibt es ein Gesetz, dass an allen "öffentlichen" Orten behindertengerechte Toiletten sein müssen. So kommt es vor, dass auf dem höchsten Berg, mitten im Nirgendwo tatsächlich behindertengerechte Privies stehen.

Shelter

Als Shelter werden die Schutzhütten bezeichnet, die sich auf dem Trail befinden. Der Abstand zwischen den Shelter variiert stark; meistens zwischen 5-10 Meilen. In der Regel bestehen Shelter aus drei Holzwänden und sind zu einer Seite hin offen. Eigentlich existiert an jedem Shelter auch eine Wasserquelle. Nur in Ausnahmen gibt es hier kein Wasser, etwa wenn die Quelle im Sommer austrocknet.

Shelter Log

Bei einem Shelter-Log handelt es sich um eine Art Tagebuch in das, wie bei einem Gipfelbuch, jeder Hiker seine Gedanken, Grüße oder einfach nur ein "Ich war hier" hineinschreiben kann. Es gibt in fast jedem Shelter auch ein Shelter-Log. VORSICHT: es ist ratsam sich nach dem Anfassen des Shelter-Logs die Hände zu desinfizieren. Es sollen so schon Norovirus-Wellen von Hiker zu Hiker übertragen worden sein.

NoBo (North Bound)

NoBo ist die Kurzbezeichung für "North Bound". Als Northbounder bezeichnet man einen Wanderer der von Süden nach Norden wandert.

SoBo (South Bound)

SoBo ist die Kurzbezeichung für "South Bound". Als Southbounder bezeichnet man einen Wanderer der von Norden nach Süden wandert.


Nero

Als "Nero" werden Wandertage bezeichnet, bei denen man so gut wie gar nicht wandert. Z.B. wenn man abends vor einer Stadt campiert und morgens nur noch ein Stündchen bis in die Stadt laufen muss um dort eine Pause einzulegen. Near to Zero = Nero


Zero

Als "Zero" werden Tage während eines Thruhikes bezeichnet, an denen man gar nicht wandert. Meistens hält man sich dabei im Hotel auf und erledigt die Wäsche, Essenseinkäufe und Planung für die nächste Etappe. Oder man ruht sich einfach mal endlich etwas aus.

Thru-Hiker

Ein Thru-Hiker ist jeder der einen Trail von Anfang bis Ende (also die volle Distanz) durchgelaufen ist. Hier kann es immer wieder zu Diskussionen kommen ob man dabei jede einzelne Meile des Weges zu Fuß gelaufen sein muss. Denn für Manche ist nur ein Purist ein Thru-Hiker, andere hingegen sehen das lockerer.

Purist

Puristen wollen/sollen/müssen jeden einzelnen Meter (oder Zentimeter?) des Trails zu Fuß und mit ihrem Rucksack auf dem Rücken gehen. Jegliches Abweichen von der Route oder Strecken ohne Rucksack zurückzulegen ist für Puristen wie schummeln. Für sie ist der Weg nur dann wirklich geschafft wenn sie diese Regeln einhalten.

"Hike your own hike"

Hin und wieder kommt es vor, dass zwischen Hikern, Diskussionen darüber entstehen, wie man einen Trail am besten wandern sollte. Das kann z.B. die Ausrüstung, das Essen oder die "richtige" Wandergeschwindigkeit betreffen. Aber was für den einen gut ist, ist für den anderen evtl. genau das Falsche. Darum gilt es als ziemlich unhöflich und vermessen anderen Wanderern (die auch schon Wochen oder Monate unterwegs sind) zu erzählen wie sie sich am besten auszurüsten oder zu verhalten haben. Hier gilt das Motto "Hike your own hike!". Wenn man von anderen nach einem Rat gefragt wird kann man aber natürlich einen unverbindlichen Tip geben.
Hike your own hike findet auch Anwendung um sich und andere daran zu erinnern, dass das Wander/Pilgerwandern kein Wettrennen ist.

Hiker Midnight

Der Alltag draußen in der Natur unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von dem gewohnten "zivilisiertem" Leben. Insbesondere geht man unterwegs zu ganz anderen Zeiten schlafen als man es vielleicht Zuhause tun würde. Hiker Midnight ist der Zeitpunkt wo quasi alle Wanderer sich in ihre Zelte und Schlafsäcke verziehen und schlafen gehen. Dieser Zeitpunkt ist i.d.R. dann erreicht wenn es dunkel wird (und man ohne elektrisches Licht nichts mehr sieht) oder es abends im Camp anfängt zu regnen (manchmal fällt hier auch der Spruch "Hiker midnight is when it starts to rain").


Hiker Hunger

Nach einigen Tagen bis Wochen setzt bei den meisten Wanderern der "Hiker-Hunger" ein -  interessanterweise hat man zu Beginn der Wanderung eher weniger Hunger als gewohnt.
Mit dem Hiker hunger kann auf einmal gewaltige Portionen in sich hineinschlingen und tagträumt während des Laufens stundenlang von Essen. Manch ein Wildtier erscheint einem plötzlich als Leckerbissen, den es nur noch zu fangen gilt ;)
Hier haben wir exemplarisch eine Woche lang dokumentiert was wir auf dem AT gegessen haben.

White Blaze

Auf dem Appalachian Trail wird der Weg mit weißen Farbstreifen ("White Blazes") markiert.
Yellow Blazing

Als Yellow Blazing wird in der Regel Autofahren (oder andere motorisierte Fortbewegung) bezeichnet anstatt zu Fuß den vorgegebenen Weg zu laufen. Man versucht (meistens ;) ) möglichst wenig zu Yellow Blazen. Denn dass wäre dann ja nicht thuhiken.


Blue Blazing

Auf dem Appalachian Trail gibt es häufig Wege, die sind mit blauen Markierungen, anstatt mit den üblichen Weißen, versehen. Diese führen zum Beispiel zu Sheltern, Wasserquellen oder Privys abseits des Weges oder sind als Ausweichrouten für manche Abschnitte gedacht (Schlechtwetterroute als Alternative zu einem exponiert liegendem Abschnitt). Wer so Abschnitte auf dem "richtigen" Wanderpfad auslässt betreibt in diesem Moment "Blue Blazing". Puristen würden in solchen Fällen den Weg vom Shelter wieder zurück laufen den sie abends gekommen sind, anstatt dem Weg weiter zu folgen um später wieder auf den eigentlichen Trail zu stoßen (und das obwohl dieser dafür extra angelegt worden ist).

Trail Angel

Trail Angel sind mit das Beste am Weitwandern. Als Trail Angel werden alle Personen bezeichnet, die Wanderern selbstlos ihre Hilfe anbieten. Dabei kann es sich um eine kurze Autofahrt, Essen oder das Abnehmen von Müll (ja, das ist nicht zu unterschätzen!) handeln. Manchmal gibt es auch ganze Gruppen von Trail-Angels, die mit einer Menge Ausrüstung kostenlose Grillveranstaltungen am Wegesrand austragen und als einzige Gegenleistung nichts oder ein paar Geschichten von den Wanderern hören wollen.

Trail Magic

Trail Magic wird von Trail Angels ausgeübt. Wenn eine Kühlbox mit kalten Getränken mitten im Wald steht (oder eine Tüte Äpfel) kann das für den ein oder anderen Hiker mit seinem Hiker hunger wie Magie wirken ;). Wir selbst haben nach dem Ende unserer Wanderung auch ein bisschen Trail Magic gemacht. Beiträge dazu gibt es hier und hier.


Unsere ersten Schritte auf YouTube


Packliste Appalachian Trail "Reloaded"


Update: wir haben für den Te Araroa eine neue Pakliste angefangen und empfehlen euch diese auch mal anzuschauen. Die TA Packliste ist genauer und ordentlicher gepflegt.

Nachdem wir nun von unserer Reise wieder zurück sind und unsere ganze Ausrüstung fleißig getestet, optimiert und "gereviewed" haben, wollen wir mit diesem Post zum Abschluss unsere alte Packliste updaten.

Img by Freepik.com


So wie die Ausrüstung hier aufgelistet ist, hatten wir sie dabei und hat sie sich auch bewährt. Wir würden sie fast genau so wieder auf unseren nächsten Trip mitnehmen:

Hennings Gepäck:
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Henning Name Gewicht
BIG 3 Rucksack + Raincover deuter ACT lite 50+10 1756
Schlafsack Yeti Passion three L 533
Innenschlafsack Cocoon Silk Mummy Liner 130
Isomatte Therm-A-Rest Neo Air 350
KLAMOTTEN Regenjacke OR Supernova L 310
Regenhose ULA Rainkilt 82
Fleece Sherpa Namche 336
Merino Unterwäsche Icebreaker 382
Socken Ersatz/ Campsocken Darn Tough 102
Unterhosen Exofficio GIVE-N-GO 105
Daunenjacke Mountain Hard Wear Ghost Whisperer 230
Campschuhe/Fluss Vivobarefoot Ultra Pure 225
Schal Buff 50
Handschuhe 38
WASCHEN Waschbeutel Deo, Rasierer, Zahnbürste, Zahnpasta, Taschentücher, Ohrenstäbchen, Jodtabletten, Nivea Soft 243
Waschlappen 39
Handdesinfektion Sterillium Virugard 101
Fußpuder Balea 150
Toilettenpapier 150
ESSEN Tasse Snow Peak Colored Titanium Mug 70
Göffel Sea to Summit Light Spork long 11,34
Messer Deejo Wood Collection
Gewürze Verschiedene 200
Kocher + Gas Jetboil Sumo 1,8L + 220g Gaskartusche 456
Spülschwamm 5
Wasserfilter Sawyer Squeeze mini 57
SONSTIGES Taschenlampe Petzel Tikka 2 82
Sonnenbrille MJ Sport 20
Sitzmatte Therm-A-Rest Z-Seat 60
Feuerzeug mini BIC 11
Oropacks 13
Duct Tape 10
Seil+Karabiner+Bear Bag 15m x 2mm/ 13 L 120
Packtaschen 174
ELEKTRONIK E-Book Kobo Touch + wasserfest im Zipp-Beutel 186
Fotokamera Canon EOS 550 999
Fototasche 200
Ladegerät Kamera
Ersatzspeicherkarte 2 x 64 GB

Gesamt Gewicht

7986

AM KÖRPER Schuhe Patagonia DRIFTER A/C
Hose Fjäll Räven Keb
Trekking Stöcke
Socken Darn Tough
Unterhose Exofficio GIVE-N-GO
T-Shirt Icebreaker




Melas Gepäck:
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Mela Name Gewicht
BIG 3 Rucksack Osprey Talon 44 1126
Raincover Sea to Summit Ultra-Light Packcover S (etwas zu klein, nächstes mal kommt eine neue mit) 90
Wasserblase Platypus Hoser 3.0L 100
Schlafsack Yeti Passion three M 480
Innenschlafsack Cocoon Silk Mummy Liner (Sea to summit Reactor Thermolite Liner für kalte Jahreszeiten) 130
Oropacks 3
Isomatte Neo Air wms + Rep-Set 355
KLAMOTTEN Regenjacke Sherpa Lithang (nächstes mal eine Leichtere) 430
Regenhose ULA Rainkilt 82
Fleece Sherpa Namche 241
Merino Unterwäsche lang Icebreaker (nur wenn es kalt ist) 314
kurze Hose Esprit 90
Socken Ersatz Wrightsocks, Fits, Darn Tough oder Smartwool Merinosocken 51
Unterhosen x2 Ersatz Icebreaker Sprite (auch gut fand ich Patagonia Women's active Hipster) 80
Daunenjacke Mountain Hard Wear Ghost Whisperer 185
Langarmshirt schlafen Bergans Fjellrapp  179
Hose zum schlafen Bergans Fjellrapp 171
Campsocken lieber zweites Paar Wandersocken als Notfallersatz: z.B. Darn Tough Light Hiker Merinosocken (kurz) 54
Campschuhe/Fluss Vivobarefoot Ultra Pure 191
Schal Buff 51
Mütze Marmot (nur wenn es kalt ist) 83
Handschuhe Roeckl Kasa Powerstretch (nur bei kaltem Wetter) 38
WASCHEN Waschbeutel Haarbürste, Zahnbürsten, Zahnseide, Zahnpasta, Haargummis, Waschlappen, Schiene, Deo, Einmalrasierer (Lippenpflege und Creme braucht man erstaunlicherweise nicht. Duschgel, Shampoo, Creme gab es immer in Hotels) 200
Handtuch groß PackTowl Ultralite Towel XL 88
Erste Hilfe 350
Fusskrem Gehwohl  92
Seife Dr. Bronner's Baby Mild Liquid Soap - 2  fl.oz. 57
Toilettenpapier 150
Handdesinfektion 91
Handtuch klein PackTowl Nano Towel S (wahlweise als Geschirrtuch/Taschentuch/Handtuch) 17
ESSEN Tasse Snow Peak Colored Titanium Mug 70
Teller Sea to Summit X Bowl 80
Göffel Titan Spork/Göffel 14
zip Lock Für Müll 8
Sitzmatte Therm-A-Rest Z-Seat 56
SONSTIGES Taschenlampe Petzel Tikka Plus 2 81
Ersatzbatterien nicht nötig!
Sonnenbrille braucht man nur sehr selten. Eigentlich nur in Städten 36
Feuerzeug mini BIC 11
Nähsachen + Duct Tape 50
Packtaschen Sea to Summit Ultra Sil x3 136
ELEKTRONIK E-Book Kobo Touch + Hülle + wasserfest im Zipp-Beutel 224
Ipod+Ladekabel+Kopfhörer IPod Nano Touch 53
Handy+Kabel Samsung Galaxy mit Outdoorhülle 169
Zipp-Lock-Beutel 7
E-Book-Ladekabel Kobo (micro USB) 27
Fotoapparat Panasonic Lumix DMC-TS5  213
Ersatzspeicherkarte 2 x 64 GB
Ladeschale Foto mtb 36
Ersatzakku nicht nötig wenn man eine Ladepack dabei hat!
GELD Geldbeutel Ausweis, Führerschein, Kreditkarte, Giro, Cheques Studentenausweis 84
GEMEINSAMES Zelt Big Agnes Copper Spur UL 2 1417
Zeltunterlage Footprint 142

Gesamt Gewicht

8483

AM KÖRPER Schuhe
Hose Kurz oder zum Zippen. Lange Hose braucht man nur im Camp bei kaltem Wetter
Trekking Stöcke
Socken 54
Unterhose Icebreaker Sprite 40
BH Patagonia Active fand ich sehr gut 99
T-Shirt 95

Trail-Review: Dach über dem Kopf

Die meisten von uns waren vermutlich noch nie mit einer Hängematte zum Schlafen wandern. Wir stießen erstmals  bei unseren AT Recherchen auf diese "Hammocks" und wunderten uns sehr was das ist und warum jemand sowas machen würde.

Inzwischen sind wir der Meinung, dass wenn man den AT alleine wandert, ein Hammock eine sehr gute Wahl ist und gegenüber einem Zelt enorm gewichtssparend ist.



Da wir Hängematte zum Schlafen kategorisch abgelehnt hatten, haben wir uns in Deutschland nicht weiter damit beschäftigt. Wir wissen also nicht was der deutsche Markt so anbietet. In den USA gibt es eine große und gute Auswahl (soweit wir das gesehen haben ist Deutschland in dieser Hinsicht noch sehr weit hinterher).


unten rechts: Hammock mit Tarp
Die Vorteile eines Hammocks sind sein geringes Gewicht und es ist bequem. Bei Regen muss man keine Angst haben, dass das Wasser unten reinlaufen könnte (ist uns übrigens nie passiert!). Mäuse kommen nicht so leicht ran. Die Hammocks sind luftig, was im Sommer sehr schön ist.
Als Nachteil wird manchmal aufgezählt,  dass man ja Bäume braucht um die Hängematte aufzuhängen. Aber Baumknappheit ist auf dem AT jetzt eher kein Problem.

Wir sind jetzt nicht den ganzen Weg gelaufen, aber in den 1200 Meilen haben wir nur einmal einen Campground gehabt, wo Hammock hängen schwierig war (aber nicht unmöglich). Im Gegenteil haben wir die Erfahrung gemacht, dass es schwieriger ist einen guten, flachen Zeltplatz zu finden als Bäume im richtigen Abstand.

Ein "richtiger" Nachteil ist, dass man bei Kälte schneller friert, da die Wärme nicht so gespeichert wird wie in einem Zelt. Aber auch dafür gibt es bei Hängematten eine Lösung in Form eines kleinen Daunenmantels (die werden speziell für Hängematten hergestellt) der um den Mittelteil der Hängematte geschnallt wird.

So, jetzt aber genug zu Hängematten. Wir waren schließlich mit einem Zelt unterwegs.
Wir hatten uns für ein Big Agnes Copper Spur UL2 entschieden und waren unglaublich zufrieden damit. Wer mit dem Gedanken spielt sich zu zweit das FlyCreek UL2 zu teilen, sollte wirklich klein und schlank sein. Wir würden es eher nicht empfehlen.
Wir sind 1,60m und 1,83m und hatten gut, aber nicht übermäßig, Platz im Copper Spur UL2.





Da Mela so klein ist und das Zelt nicht in der vollen Länge nutze, konnten wir auch noch (bei Regen und bei Kälte) die Rucksäcke mit ins Innenzelt nehmen. Man muss seine Isomatte und Füße halt evtl. auf den Rucksack legen, was übrigens gar nicht so schlecht ist, da es gegen geschwollene Füße hilft.

Das Big Agnes Copper Spur UL2 hat 2 Eingänge. Wir LIEBEN dieses Konzept, denn so kann jeder bequem rein und raus und jeder hat sein eigenes Vorzelt. Die sind zwar nicht sehr groß, aber für die Rucksäcke reichte es. Außerdem konnte man das Zelt richtig gut durchlüften wenn man beide Vorzelte zur Seite raffte. Wir schliefen im Sommer einige Nächte so,  geschützt vor Insekten und Mäusen und trotzdem wehte ein Wind hindurch.


Das Zelt ist am Kopfteil breiter als am Fußende, was absolut genial ist, denn es spart Gewicht und fällt einem überhaupt nicht auf. Es gibt im Innenteil einige Schlaufen, an denen man mit Karabiner, oder ähnlichem, Dinge befestigen kann. Da man aber ständig auf- und abbaut ist es zu lästig sich großartig einzurichten. Wenn es keine Bären gäbe könnte man gut seinen Waschbeutel dort aufhängen.


Wir benutzten ausschließlich die Taschen auf Kopfhöhe. Jeder hat 3 Stück auf seiner Seite. Sie sind schön groß und beherbergten Klopapier (für Nachts), Taschenlampe, Kamera, Handy, Ebook und externen Akku...was man halt so braucht wenn man abends Blogg schreiben will, den nächsten Tag plant (wir hatten den AT Guide als pdf auf dem Handy) oder lesen mag.

Da es sehr oft auf dem AT regnet ist für die Zufriedenheit ausschlaggebend, wie gut das Zelt mit Regen, Dauerregen oder sehr heftigem Regen klar kommt. In allen Punkten hat das Zelt bestanden. Die Wassersäule konnte einige cm steigen, ohne dass wir nass oder auch nur feucht geworden sind. Es hat nie reingetropft, das Dach hielt heftigem Regen und der Boden hielt Überschwemmungen stand. Selbst wenn das Wasser in den Schuhen im Vorzelt stand - im Zelt war es immer trocken.
Gegen die Luftfeuchtigkeit kann man leider nichts machen, deshalb kam es schon auch mal vor, dass es klamm im Zelt wurde. Wir lernten schnell, das Zelt nicht in Wiesen aufzustellen! Da ist der Morgentau und die aus dem Boden aufsteigende Feuchtigkeit schlimmer als Regen.



Was absolut großartig an dem Zelt ist, ist dass der Abstand zwischen Innen- und Außenzelt so groß ist. Selbst wenn man die Rucksäcke mit rein nimmt und gegen die Wände presst - oder die Beine oder die Arme (beim Schlafen) - besteht nie die Gefahr, dass sich die beiden Stoffe berühren. Das ist wichtig, da es sonst durchweicht und reinregnen kann (ist mir mit meinem alten ALDI-Zelt passiert).

Das Zelt kommt mit 6 tollen Heringen. Es gibt vermutlich leichtere, aber das Design ist toll und sooo schwer sind sie gar nicht. Sie verdrehen sich nicht und lassen sich meistens auch in steinigem Untergrund befestigen. Wir ergänzten mit der Zeit um 2 weitere normale Heringe, die wir in Hiker-Boxen fanden, um die 2 Seile zur besseren Stabilität gegen Wind auch noch ausspannen zu können.  Totaler Blödsinn, denn es windete nie so stark, dass man sie gebraucht hätte. Vielleicht spannten sie das Zelt etwas besser aus, aber das kann auch Einbildung sein.

Die Zeltstangen sind schön leicht und werden ineinander gesteckt. Innen sind die Segmente mit einer Gummischnur miteinander verbunden, so dass man keine Einzelteile verlieren kann. Beim ersten Gebrauch wirkten sie sehr zerbrechlich auf uns und das mitgelieferte Notfall-Reparatur-Rohr (falls mal ein Stangenteil durchbricht) weckte auch nicht gerade unser Vertrauen. Wir gingen jetzt nicht super grob mit dem Gestänge um, aber es passierte nie was und am Ende können wir sagen, das Ganze ist echt stabil gemacht und lässt sich schnell und einfach aufbauen.


Fazit: dieses Zelt ist jeden Cent wert, wir würden es genauso wieder machen. Und wenn wir wieder mal campen gehen kommt es auf jeden Fall mit!

Man muss an dieser Stelle vielleicht noch ein Wort zu den Sheltern verlieren. Ein Shelter ist schön, wenn es regnet und stürmt. Dann fühlt man sich dort ein wenig sicherer (vorausgesetzt das Shelter ist wasserdicht). Was nicht so schön ist, ist dass man nicht vor Insekten und Mäusen geschützt ist. Wann immer es nicht so voll war und wir die Möglichkeit hatten, stellten wir unser Innenzelt ins Shelter.

Mäuse im Shelter sind echt nicht zu unterschätzen. Sie können sehr zerstörerisch sein. Es war schön, dass unser Innenzelt frei und selbstständig stehen konnte, aber außer im Shelter haben wir es nur einmal nachts ohne Außenzelt aufgestellt. In dieser Nacht fing es natürlich an zu regnen!

Trail-Review: Schuhe


Das Thema Wanderschuhe ist eigentlich gar nicht so wild. Das Problem ist nur, dass man keine Empfehlungen machen kann, weil jeder andere Füße hat und somit auch seinen Schuh finden muss.

Wer denkt er braucht richtige Wanderschuhe um seine Knöchel zu stützen hat genauso recht wie jemand, der sagt Turnschuhe seien für ihn die beste Lösung. Wer im normalen Alltag nicht ständig umknickt, braucht auch im Wald nicht unbedingt knöchelhohe Stiefel.

Für uns waren leichte Wanderschuhe das Richtige. Das erste Paar Schuhe war schon etwa eine Nummer größer als unsere normale Größe, das zweite Paar war dann noch einmal eine Halbe bis eine Nummer größer, da unsere Füße ein bisschen in die Breite gewachsen sind(oder vielmehr geklopft wurden?).

Hier ein paar Tipps zum Schuhe kaufen:

1) Am besten probiert man neue Schuhe an, wenn man an dem Tag schon ein bisschen gelaufen ist, oder Abends, wenn die Füße etwas geschwollener sind.

2) Man sollte darauf achten, dass man mit den Zehen nicht vorne anstößt. Weder beim bergab laufen noch wenn man den Schuh wo gegen kickt (probiert das ruhig im Laden aus! Dann merkt man auch gleich ob der Schuh gut designed ist und man sich an Steinen weh tut oder nicht).

3) Trotzdem sollte man nicht im Schuh hin und her rutschen.

4) Gutes Sohlenprofil. Für uns kamen Trail-Runner nicht so in Frage, weil uns die Modelle zu wenig Profil hatten. Bei Regen auf rutschigen Steinen hatten Wanderer in den Turnschuhen schon öfter mal den Hintern auf der Erde. Vibram-Sohlen halten recht lange, bewegen sich aber trotzdem gut.

5) NICHT die wasserfeste Version wählen. Genau wie schwere Wanderstiefel brauchen diese Schuhe ewig und 3 Tage um wieder zu trocknen....und nass werden sie irgendwann auch, egal ob wasserdicht drauf steht oder nicht.


Die Angestellten in amerikanischen Outdoor-Läden rund um den Trail sind perfekt ausgebildet für AT-Wanderer und können echt gut helfen und beraten!

Henning hatte zweimal das Modell Patagonia Drifter (und hat es auch gleich noch einmal nach der Rückkehr nach Deutschland gekauft).



Melas erstes Paar Schuhe waren Asolo Ember Low Hiking Shoes - Women's, die es bei REI gab. Das Schuhpaar war zwar nicht perfekt, aber gut genug. Es ließ sich gut binden und hatte viel Platz für die Zehen.

Das zweite Paar war von Merrell (Women's Merrell Moab Ventilator). Es passte besser und meine schon trainierten Füße produzierten keine neuen Blasen. Dieses Paar war etwas stärker gepolstert, wodurch es sich besser mit Wasser vollsaugen konnte und schlechter trocknete.

Bei beiden Paaren drückte mir die Schuhbändel an einer Stelle auf den Spann, so dass ich bei beiden Paaren die Schuhe neu schnürte und eine Schlaufe, jeweils in der Mitte ausließ. Danach hatte ich nie mehr Probleme.




In meinem ersten Paar hatte ich orthopädische Einlagen. Die waren nicht die bequemsten und im nachhinein würde ich die auch nicht mehr wählen (ich wurde am Sprunggelenk operiert und wollte einfach auf Nummer sicher gehen).

Unsere Favoriten bei den Innensohlen sind die von SOLE. Leider scheint es die nicht in Deutschland zu geben. Henning hatte in seinem ersten Paar keine extra Innensohlen, beim zweiten Paar aber schon und konnte feststellen, dass er weniger schnell Fußschmerzen bekam.

Trail-Review: Wanderkarte


Man braucht keine Karten auf dem AT. Lasst sie bitte Zuhause.

Man findet den Weg indem man den White Blazes folgt. Der Weg ist sehr gut markiert und ausgeschildert.

Um besser vorbereitet zu sein und planen zu können, wo man Pause macht, schläft und Wasser findet gibt es Bücher/ Guidebooks, die wir euch hier kurz vorstellen wollen.

Das beliebteste ist "The A.T. Guide" von "Awol" Miller. Es handelt sich um eine bildliche Darstellung des Höhenprofils mit "feet" Angaben. Es steht drin, wie weit das nächste Shelter ist, wo Wasser zu finden ist und wo die Städte sind. Außerdem kann man lesen, wie weit entfernt vom Trail die jeweilige Stadt oder Resupply-Möglichkeit liegt. Zusätzlich finden sich Adressen, Telefonnummern und teilweise die Preise (stimmen meistens nicht) von Hotels, Hostels, Outdoorläden, Supermärkten, Trailangel, Shuttlediensten, etc...

Jedes Jahr kommt eine aktuelle Version heraus. Es gibt eine Version für NOBOs und eine für SOBOs. 2014 kostete das Buch $16. Es gibt das Buch auch als digitale Version für das Ebook oder als pdf. Wir haben beide Versionen gekauft, aber nur die digitale Version auf den Trail mitgenommen.

Wir liebten dieses Buch, es ist wirklich gut und nützlich.

Das Buch der Appalachian Trail Conservancy schneidet leider schlechter dagegen ab. Das wissen die dort auch und arbeiten an einer Verbesserung. Mela fand einen Teil des Buches der ATC  in einer Hikerbox und schleppte es eine Weile mit rum und wir können nun bestätigen, dass es einfach nicht mithalten kann (auch wenn es die ein oder andere Information enthält die Awol nicht zu bieten hat).

Wer ein schlechtes Gewissen hat und die ATC gerne unterstützen will, kann ja auch direkt eine Spende machen und trotzdem das andere Buch kaufen.

Wer immer noch nicht auf Karten verzichten kann, dem möchten wir die Pocket Profiles (gibt es zur Zeit auch auf der A.T. Guide Seite) vorstellen. Das sind 22 Mini-Karten, die auf der anderen Seite das Höhenprofil, Städte, Wasser und Shelter anzeigen. Sie sind relativ grob, dafür übersichtlich und praktisch.

Trail-Review: Elektronik

Wir hatten unglaublich viele elektronische Geräte dabei; auch verglichen mit den anderen Hikern um uns herum. Damit das ganze Zeug eine Bereicherung ist und nicht zur Belastung wird, muss man alles gut aufeinander abstimmen.

Alle unsere Geräte konnten über USB geladen werden! Wir brauchten deshalb auch nur 1 Ladegerät (welches über 4 USB Ausgänge verfügte). Dazu hatten wir 1 IPod Ladekabel (USB), 2 MikroUSB Kabel für Handy, EBook und/oder die Akku-Ladeschalen.

Jeder von uns hatte ein Ebook mit. Henning würde seines nicht wieder mitnehmen (er war immer zu müde um zu lesen), Mela hingegen auf alle Fälle (sie hat darauf mehrere Bücher auf der Reise gelesen)!


Ein Smartphone diente uns als Mini Computer. Da man - egal mit welchem Netz - selten Handyempfang hat, braucht man sich, unserer Meinung nach, keine (amerikanische) SIM-Karte zulegen. 

Wir hatten eine App von Blogger und eine von Panasonic installiert und im Wald schrieben wir unsere Blogger-Artikel jeden Abend direkt auf. Da die Digitalkamera von Panasonic eine WiFi-Funktion hat, konnten wir die Bilder auch gleich direkt auf das Handy und in die Blogger-App übertragen. Die Bilder von der großen Kamera konnten wir ebenfalls übertragen, da man die SD-Karte ja einfach tauschen kann. In den Städten/ Hotels/ Hostels gab es eigentlich immer WiFi, wo wir dann die fertigen Artikel hochladen konnten.

Um mit der Heimat zu telefonieren benutzen wir Skype auf dem Handy. Um ins Festnetz anzurufen braucht man ein Skype-Guthaben. Es kostet 2 Cent pro Minute, plus eine Verbindungsgebühr von etwa 6 Cent. Von Skype zu einem anderen Skype Konto anrufen kostet bekanntlich nichts.
Auf unserem Handy hatten wir außerdem unser AT "Awol" Guidebook als pdf. So sparten wir uns das Gewicht des Buches (ca. 300gr!!!).
Für den Notfall hatten wir außerdem mit dem Handy immer ein GPS dabei und eine digitale Umgebungskarte.


Damit dem Handy nicht der Saft ausgehen konnte, hatten wir einen externen USB-Akku, mit 15.000 mAh, dabei. Wenn wir im Zelt die Zivilisation vermissten und gerne Spiele auf dem Handy spielen wollten, brauchten wir kein schlechtes Gewissen haben :). 


Manche von euch wissen schon, dass wir nicht nur eine kleine, wasserdichte Digitalkamera dabei hatten sondern auch noch eine große Digitalspiegelreflexkamera (EOS 550). Wir sind sehr froh, dass wir sie dabei hatten. Wir hätten sie sonst sehr vermisst. Das Gewicht der große Kamera, mit Holstertasche und Zubehör, konnten wir auf etwa 1 kg reduzieren, was aber immer noch viel ist. Trotzdem würden wir sie wieder mitnehmen. Die Bilder sind als Erinnerungen einfach zu gut.


Mit der Panasonic Lumix DMC FT 5  waren wir auch sehr zufrieden. Sie war unsere "Schlechtwetterkamera", sie kam aber nicht nur bei Regen zum Einsatz. Die Bildqualität ist ganz gut. Besonders gut gefallen hat uns die Panoramabildfunktion, die kam oft zum Einsatz. Die Videoqualität war sehr gut, besonders die Tonqualität hat uns zufrieden gestellt.


Wir hatten von beiden Kameras nicht die original Ladegeräte dabei, sondern extra (leichte) Ladeschalen, die einen Micro-USB Anschluss hatten. Ersatzakkus brauchten wir darum nicht, denn mit dem externen Akkupack konnten wir im Zelt alles laden.

Auf dem iPod wurde viel Musik und Hörbücher gehört. Wandern eignet sich gut um über Dinge nachzudenken und zu verarbeiten, aber irgendwann ist man damit fertig und dann wird dem Gehirn langweilig. Hörbücher sind für den Trail einfach perfekt. Henning hörte seine auf dem Handy und Mela ihre auf dem iPod. Wir hatten also auch noch 2 mal Kopfhörer dabei.


Ach ich hab noch was vergessen: auf unserem Handy/Computer hatten wir Filme/Serien für den "Notfall"dabei. Besonders dankbar waren wir dafür an einem Abend mit fürchterlichem Gewitter. Wir lagen im Zelt und konnten nicht einschlafen und machten uns Sorgen. Nachdem der Film zu Ende war, war auch das Gewitter weitergezogen und wir konnten friedlich schlafen.



Die Appalachian Trail Conservancy hat uns zu diesem Thema befragt, man könnte schon fast sagen interviewt, und auch Bilder von uns und unserem Zeug gemacht. Man möchte einen Artikel über moderne Elektronik auf dem AT schreiben, wir wissen aber nicht genau wann und wo. Bis jetzt haben wir auch nichts gesehen. Sollte der Artikel irgendwann erscheinen werden wir ihn hier verlinken.




Zusammenfassung unserer Geräte:

  • Kamera groß: EOS 550
  • Kamera klein: Lumix DMC FT 5
  • Ladeschalen für Kameraakkus 2x (jeweils passend für den Akkutyp)
  • iPod Mini + Ladekabel
  • 2x Ebook (Kobo Touch)
  • 2x USB Kabel zum laden (USB auf Mikro-USB)
  • 1x Ladestation "Anker"
  • 1x 15.000 mAh USB-Akku
  • iPhone (am Anfang) / Galaxy S4 (nach dem das iPhone weg war)

Trail-Review: Regenkleidung


Überall steht es regnet viel, wir haben es selbst oft geschrieben. Es regnet auch wirklich häufig an der Ostküste. Trotzdem braucht man eher keine Regenkleidung.

Von Regenhosen würden wir generell schon mal dringend abraten. Wir benutzten die ULA Rainkilt. Da wir ausschließlich in kurzen Hosen gewandert sind (außer ganz am Anfang), passte der Regenrock perfekt dazu, da er nur bis etwas über die Knie reicht. Er ist wunderbar leicht und vor allem schwitzt man unter ihm auch viel weniger als in einer geschlossenen Regenhose. 
Fazit: kommt nächstes Mal wieder mit und würden wir genauso wieder machen.

Eine Regenjacke brauchten wir eigentlich nur am Anfang, als es kalt war. Im Sommer kann man (meist) nicht in der Regenjacke wandern. Es ist einfach viel zu heiß und man wird durch den Schweiß genauso nass wie durch Regen.



Wenn man bei Regen also nicht wandert (weil man sonst in der Jacke halb erstickt) kann man sich entweder wo unterstellen (dann braucht man schon wieder keine Regenjacke) oder man wandert eben im Regen und wird nass. Nass wird man bei längeren Regenschauern auch mit der besten Regenausrüstung.

Schnelltrocknende Klamotten sind also essentiell!

Variante 3, man zieht die Regenjacke an (man schleppt sie ja schließlich mit), stellt sich trotzdem unter Bäume (was nur einen kleinen Zeitgewinn bringt bis man nass wird. Manchmal ist das aber auch genau die Zeit, die man braucht um das Regencover und die Regenjacke rauszukramen und regenempfindliche Elektronik einzupacken) und wartet bis der Regenschauer vorbei ist und lässt sich anschließend, ohne Jacke, von dem Wasser das von den Bäumen fällt, volltröpfeln.



Fazit: im Sommer ist eine Regenjacke irgendwie nicht so praktisch und dann auch noch schwer. Wenn wir jetzt nochmal los stapfen würden, würden wir gerne diese ganz super dünnen neuen Regenjacken, die es neuerdings überall gibt, mal ausprobieren. Diese Regenjaken sind so dünn wie ein Müllbeutel und halten wahrscheinlich nicht gerade viel aus, aber da man in einer Regenjacke sowieso nicht viel wandert sollte das kein Problem sein. Unsere, an sich auch schon sehr dünnen und fragilen, Jacken haben die Reise ohne großartige Abnutzung überstanden.


Lasst euch also von den deutschen Outdoorverkäufern keine schwere und robuste Jacken aufschwätzen (wie schon mal erwähnt haben die meisten hier keine Ahnung von Long Distance Hiking)!


Ein Regencover ist für jeden Rucksack, der nicht wasserdicht ist, ein Muss. Zumindest für uns. Zusätzlich würden wir immer alles, was trocken bleiben soll, extra in Sea-to-Summit Ultra-Sil Säcke verpacken.

Es ist leichter zu ertragen nass im Regen vor sich hin zu trotten, wenn man weiß, dass man spätestens am Abend einen trockenen "Schlafanzug/Campkleider" hat, ein trockenes Zelt und einen trockenen Schlafsack.

Und wenn es mehrere Tage hintereinander regnen sollte, müsst ihr euch sowieso mit dem Gedanken anfreunden euch nach dem Aufstehen aus den schön trockenen und warmen Schlafklamotten herauszuschälen und in die nassen und kalten Wandersachen zu schlüpfen um weiter zu laufen. Aber das ist nur beim Umziehen eine Überwindung. Sind die Sachen erst mal am Körper und etwas warm ist alles halb so schlimm. Klamotten trocknen am Körper auch schneller.