Inspirierende Reise-Blogs - Empfehlungen


Die Sommerferien in NRW haben begonnen und das Fernweh erhält neues Futter wenn man Montags ins Büro hetzt während andere in die Sommerferien fahren. Hier findet ihr also pünktlich zum Start der Sommerferien eine kleine Auswahl an inspirierenden Blogs.


Spezielle Te Araroa Blogs:

gustofrenzy: Einer unserer Favoriten, weil sehr informativ, wunderschön anzuschauen(!) und auch noch auf deutsch (okay, das wäre jetzt nicht so wichtig, aber ist trotzdem toll).

anoutdoorlifestyleblog: Der Blog ist auf Englisch, das Pärchen schaffte etwa 2000km auf dem TA letztes Jahr.

ma.vie.en.rouge: Verrückte Amerikanerin, die auch schon mehr als einen langen Trail hinter sich hat

Blogs von Wanderern,die dieses Jahr starten wollen:

ExperienceLearnInspire: Schöner Blog von Amaury Laine auf englisch und französisch

Das waren mal die Blogs, die wir gelesen haben oder darüber gestolpert sind (hauptsächlich über Instagram). Zugegebenermaßen haben wir diesmal eher wenig Blogs gelesen.
Eine Übersicht über Blogs von Te Araroa Wanderer findet man auch auf der Te Araroa Website unter Trailstories.

Andere (Welt-)Reise und Wander Blogs:

Tatsächlich haben uns bei unserer Planung diesmal auch Weltreiseblogs inspiriert und uns weitergeholfen.

THE BIG TRIP: der Blog von Christine Thürmer, deren Buch ich vor kurzem gelesen habe, ist sehr inspierend.

Geh Mal Reisen: Weltreiseblog von Ania und Daniel aus Düsseldorf mit einer tollen Schritt für Schritt Anleitung zur Weltreise. Auch toll finden wir die neuen Vlogs (Videos) auf YouTube.

Weltreise-info.de: Forum und viele Informationen rund um Langzeitreisen/Weltreise

Travel, Run, Play: Carina Ströwe und ihr Freund reisen mit einem Campervan die Panamerikaroute und sind im Moment noch in Südamerika unterwegs. Den Blog habe ich wenn ich ehrlich bin noch nicht wirklich gelesen oder gründlich angeschaut, aber ich habe sie bei YouTube abonniert. Nicht alle Videos sind mein Fall, aber einige!

Wenn wir noch über mehr stolpern werden wir diesen Post aktualisieren...wenn wir dran denken =)

Update 13.07.16: kein Blog, aber trotzdem ein empfehlenswerter Link für Te Araroa Interessierte: http://tawiki.org/wiki/Main_Page

Ein neues Zelt? Gedanken zum MSR Flylite


Auf der Suche nach ein paar Kleinigkeiten sind wir über das "MSR Flylite" Tarptent gestolpert und waren von den Eigenschaften (Gewicht, Preis und Geräumigkeit) begeistert. Da das Zelt nur aus einer Stoffschicht besteht und die Wanderstöcke als Ersatz für ein Gestänge nutzt, ist es irre leicht (783 Gramm, ohne Stuffsack der kleinen Heckstange, nachgewogen) und könnte unser Basisgewicht um gute 800 Gramm drücken.

Kurzentschlossen hatten wir es einfach mal bestellt und wollten uns anschauen ob der erste, positive Eindruck auch nicht-digital bleibt. Das Zelt kam dieses Wochenende an und da das Wetter so schön sommerlich mitspielte haben wir es gleich aufgebaut. Der erste Aufbau ging schon sehr schnell (3 Minuten gestoppt) und wird sicher noch etwas flotter gehen, wenn wir es ein paar mal benutzt haben.

Ohne Gestänge, welches quer über das Zelt geht, besteht beim Aufbau die Gefahr, dass sich das Zelt verzieht und sich so Falten und Kuhlen bilden, in denen sich später evtl. Regenwasser sammeln könnte. Wir haben beim Aufbau festgestellt, dass es nicht ganz einfach ist alles ganz gerade aufzuspannen (aber das kann sich durch etwas Übung sicher auch noch bessern). 

Eine weitere Schwierigkeit die wir sehen besteht darin, dass man immer einen geeigneten Zeltuntergrund haben muss, in dem die Heringe auch guten Halt finden. Ohne stabilen Halt der Heringe hat man keine Chance ein nicht-freistehendes Zelt aufzustellen und so aufzuspannen, dass es wind- und wetterfest wird.

Ansonsten macht das Zelt einen sehr guten Eindruck und ist erstaunlich geräumig im Inneren. Es gibt einen blickdichten Fronteingang, auf jeder Seite eine kleine Innentasche (was wir ja schon beim letzen Zelt lieben gelernt haben) und ist recht luftig. Es hielt unseren Erwartungen stand ;). Darum haben wir uns letztendlich auch dafür entschieden es mit in unsere Packliste aufzunehmen und auszuprobieren. Unserer treues und geliebtes Big Agnes Copper Spur UL2 kommt aber NATÜRLICH als Backup auch mit auf die Reise, falls wir mit dem Flylite nicht zurecht kommen oder es kaputt gehen sollte.

Update 16.08.16:

Inzwischen konnten wir das Zelt im mehrtägigen Einsatz testen und wollten mal unsere ersten Erfahrungen erläutern:

- Wenn es sehr stark regnet, dann sammelt sich wirklich Wasser auf dem Dach, allerdings ist es nicht viel und hat auch zu keinem Nachteil bezüglich Dichtigkeit geführt.

- Ein stark aufgeweichter Boden kann dazu führen, dass sich ein Hering lockert, was dazu führt dass das MSR Flylite etwas in sich zusammenstürzt. Wir waren stundenlang unterwegs gewesen und hatten es nicht bemerkt. Trotzdem ist es nicht so gravierend gewesen, da wir das Zelt sonst gut ausgespannt hatten und es war Innen komplett trocken geblieben.

- Die Belüftung des Zeltes ist wirklich enorm. Wenn es nicht gerade regnet bildet sich absolut überhaupt kein Kondenswasser im Inneren des Zeltes. Der Nachteil daran ist, dass bei kaltem Wetter keine Wärme im Zelt gehalten wird. Da auf unserer kleinen Reise die Temperaturen nachts zum Teil unter 10 Grad fielen konnten wir - vor allem Mela (die schnell friert) - den Unterschied deutlich spüren.


Bilder zum Zelt "MSR Flylite" haben wir auch ein paar gemacht:






Hinterer Teil des Zeltes mit der extra Zeltstange




Seite innen mit Tasche für Kleinkram

Buchreview LAUFEN. ESSEN. SCHLAFEN. von Christine Thürmer

Am 23./24. April diesen Jahres erschien ein Artikel in der Stuttgarter Zeitung über eine Deutsche, die Weitwandern zu ihrem Lebensinhalt machte und unter anderem eine triple crownerin wurde. Das Buch LAUFEN. ESSEN. SCHLAFEN, in dem Christine Thürmer über ihre Erfahrungen zu den 3 großen Trails der USA (PCT, CDT, AT) schreibt, habe ich dieses Jahr zum Geburtstag geschenkt bekommen. Meine Schwiegermutter las den Artikel und wusste sofort, dass dieses Buch mich interessieren würde. Und sie hatte recht. Schon mal vorweg: Ich habe dieses Buch geliebt und innerhalb von wenigen Tagen ausgelesen.

Das Buch hat 288 Seiten und liest sich sehr gut. Es ist chronologisch in PCT, Leben in Deutschland, CDT und AT unterteilt.

Von allen Büchern die ich bisher über die Trails gelesen und Filmen die ich gesehen habe fand ich dieses hier bisher am Besten. Vielleicht liegt es an der deutschen Nationalität oder dass Frauen allgemein ähnlich über alles nachgrübeln...auf jeden Fall hatte ich das Gefühl sie beschreibt das Trailleben so gut und authentisch, dass mir viele gute Erinnerungen, die ich zwischenzeitlich mal wieder vergessen hatte, wieder hoch kamen. Ich will mich hier auf keinen Fall mit einer triple crownerin vergleichen! Ich finde nur sie beschreibt alles so gut, dass man sich mitgenommen und als ein Teil davon fühlt.

Über den Inhalt selber möchte ich nicht viel schreiben, denn ich finde jeder der Weitwandern mag oder faszinierend findet sollte dieses Buch selbst lesen. Ihr unterstützt damit einen bewundernswerten Menschen. Außerdem ist ja relativ offensichtlich um was es geht: Essen, Laufen, Schlafen. Das Leben auf einem Trail.

Ich bewundere Christine Thürmer; nicht unbedingt für die >32 000 km die sie zu Fuß über diese Welt gestapft ist, sondern mehr noch für ihren alternativen Lebensstil und den Mut den eigenen Träumen zu folgen. Sie hat auch einige Punkte in ihrem Buch angeschnitten, über die ich selber viel nachdenke: sind alle Lebensziele, die als allgemein gültig akzeptiert werden überhaupt unsere eigenen? Was will ich mit meiner begrenzten Lebenszeit anfangen? Und wie bringe ich das alles unter einen Hut?

Wer mehr über die Autorin erfahren mag, hier ist ihr Blog.