Trail-Review: Regenkleidung


Überall steht es regnet viel, wir haben es selbst oft geschrieben. Es regnet auch wirklich häufig an der Ostküste. Trotzdem braucht man eher keine Regenkleidung.

Von Regenhosen würden wir generell schon mal dringend abraten. Wir benutzten die ULA Rainkilt. Da wir ausschließlich in kurzen Hosen gewandert sind (außer ganz am Anfang), passte der Regenrock perfekt dazu, da er nur bis etwas über die Knie reicht. Er ist wunderbar leicht und vor allem schwitzt man unter ihm auch viel weniger als in einer geschlossenen Regenhose. 
Fazit: kommt nächstes Mal wieder mit und würden wir genauso wieder machen.

Eine Regenjacke brauchten wir eigentlich nur am Anfang, als es kalt war. Im Sommer kann man (meist) nicht in der Regenjacke wandern. Es ist einfach viel zu heiß und man wird durch den Schweiß genauso nass wie durch Regen.



Wenn man bei Regen also nicht wandert (weil man sonst in der Jacke halb erstickt) kann man sich entweder wo unterstellen (dann braucht man schon wieder keine Regenjacke) oder man wandert eben im Regen und wird nass. Nass wird man bei längeren Regenschauern auch mit der besten Regenausrüstung.

Schnelltrocknende Klamotten sind also essentiell!

Variante 3, man zieht die Regenjacke an (man schleppt sie ja schließlich mit), stellt sich trotzdem unter Bäume (was nur einen kleinen Zeitgewinn bringt bis man nass wird. Manchmal ist das aber auch genau die Zeit, die man braucht um das Regencover und die Regenjacke rauszukramen und regenempfindliche Elektronik einzupacken) und wartet bis der Regenschauer vorbei ist und lässt sich anschließend, ohne Jacke, von dem Wasser das von den Bäumen fällt, volltröpfeln.



Fazit: im Sommer ist eine Regenjacke irgendwie nicht so praktisch und dann auch noch schwer. Wenn wir jetzt nochmal los stapfen würden, würden wir gerne diese ganz super dünnen neuen Regenjacken, die es neuerdings überall gibt, mal ausprobieren. Diese Regenjaken sind so dünn wie ein Müllbeutel und halten wahrscheinlich nicht gerade viel aus, aber da man in einer Regenjacke sowieso nicht viel wandert sollte das kein Problem sein. Unsere, an sich auch schon sehr dünnen und fragilen, Jacken haben die Reise ohne großartige Abnutzung überstanden.


Lasst euch also von den deutschen Outdoorverkäufern keine schwere und robuste Jacken aufschwätzen (wie schon mal erwähnt haben die meisten hier keine Ahnung von Long Distance Hiking)!


Ein Regencover ist für jeden Rucksack, der nicht wasserdicht ist, ein Muss. Zumindest für uns. Zusätzlich würden wir immer alles, was trocken bleiben soll, extra in Sea-to-Summit Ultra-Sil Säcke verpacken.

Es ist leichter zu ertragen nass im Regen vor sich hin zu trotten, wenn man weiß, dass man spätestens am Abend einen trockenen "Schlafanzug/Campkleider" hat, ein trockenes Zelt und einen trockenen Schlafsack.

Und wenn es mehrere Tage hintereinander regnen sollte, müsst ihr euch sowieso mit dem Gedanken anfreunden euch nach dem Aufstehen aus den schön trockenen und warmen Schlafklamotten herauszuschälen und in die nassen und kalten Wandersachen zu schlüpfen um weiter zu laufen. Aber das ist nur beim Umziehen eine Überwindung. Sind die Sachen erst mal am Körper und etwas warm ist alles halb so schlimm. Klamotten trocknen am Körper auch schneller.

Trail-Review: Wasseraufbereitung

Es gibt auf dem Trail viele unterschiedliche Wasserquellen. Zum einen sind das Quellen, die direkt aus irgend einem Stein entspringen, unter einer Baumwurzel austreten oder aus dem Boden sprudeln. Zum anderen gibt es kleine Rinnsale, Bächlein, Flüsse oder still stehendes Wasser (wie zum Beispiel Seen). Wasser , bei welchem wir den Ursprung sehen konnten, ×haben wir getrunken ohne es irgendwie zu behandeln. Das haben einige genau so gemacht und andere konnten darüber nur den Kopf schütteln. Wir persönlich sind von keiner dieser Quellen krank geworden und würden es auch wieder genau so machen.

Die Notwendigkeit Wasser irgendwie zu Behandeln sahen wir nur bei Wasser wo wir nicht wussten wo es herkommt (es könnte schließlich ein verendetes Tier im Bachlauf lieg
en oder schlimmstenfalls benutzt jemand den Bach als sein persönliches WC...).

Wir benutzten, wenn es denn mal notwendig wurde, zum filtern den Saywer Sqeeze Mini. Damit waren nur wir nur einigermaßen zufrieden, weil es immer ewig dauerte bis man das Wasser durch den Filter gedrückt hatte. Es ist sicher noch mal ein Unterschied ob man für nur eine Person oder für zwei Personen Wasser filtern muss. Wir würden im nachhinein die paar Gramm mehr in Kauf nehmen und den normal großen Saywer wählen. Die Durchfließrate ist einfach viel besser und man muss nicht so oft durchspülen. 


Das Filter-System funktioniert folgender Maßen: man hat einen Wasserbeutel, den man mit Wasser aus Quelle, Fluss, See, was auch immer füllt. Aus ihm wird nicht getrunken. Darauf wird der Filter befestigt und dann heißt es pressen (daher auch der Name "Squeze"). Die Original Beutel von Saywer gehen ziemlich schnell kaputt (platzt irgendwann an den Nähten auseinander) darum haben wir gleich einen Platypus Wasserbeutel benutzt. Der Filter kann im Prinzip auf jeden Behälter und jede Flasche mit normalem Schraubverschluss befestigt werden.

Wir bauten uns gegen Ende unserer Reise aus dem Saywer Mini schließlich einen Gravitationsfilter, da auch die Platypus Beutel immer wieder kaputt gegangen sind und das filtern an sich anstrengend ist.

Nun dauerte es zwar immer noch ewig, aber man kann nebenher ausruhen, Zelt aufbauen oder Kochen.

Die Konstruktion für den Gravitationsfilter sieht so aus:
- Zwei 2Liter Platypus Trinksäcke
- Ein  Saywer Mini 
- Beide Trinkschläuche der Platypus Säcke

Die Schläuche vom Platypus werden hinten und vorne auf den Filter gesteckt und zwar so, dass der Schmutzwasserbeutel immer am Filter Eingang hängt. Dann hängt ihr den Schmutzwasserbeutel nur noch an geeigneter Stelle auf und wartet darauf dass das ganze Wasser in den anderen Beutel läuft, während ihr ausruht. Es gibt auch komplette Gravitationsfilter-Sets zu kaufen, diese sind aber fast doppelt so teuer als wenn ihr euch das selbst baut und sehen am Ende eigentlich genau gleich aus.

Als Backup für den Notfall hatten wir Katadyn Micropur Forte Tabletten dabei. 1 Tablette reinigt 1 Liter Wasser.

Da unsere Wasserblasen Literangaben hatten war das sehr praktisch und leicht zu dosieren. Die Tabletten sind recht teuer, aber schmecken wirklich nicht schlecht. 
Irgendeine Art für die chemische Wasserentkeimung würden wir auf jeden Fall empfehlen mitzunehmen, schließlich ist trinkbares Wasser sehr wichtig. Es ist uns zweimal passiert, dass unser "Schmutzwasserbeutel" zum Filtern kaputt gegangen ist und wir somit nichts

mehr filtern konnten. Wir waren sehr froh, dass wir die Tabletten hatten. Auch an Tagen, an denen es sehr kalt war (und einem sonst die Finger beim filtern fast abfrieren), wir sehr müde waren oder einfach zu faul für das lange filtern, kamen die Tabletten zum Einsatz.

Dauerhaft würden wir das Filtern der chemischen Reinigung vorziehen. Wer weiß was dieses Zeug mit unserer Magen- Darmflora anstellt.









AT Wallpaper für Smartphones

Das hier wird kein super special Blogeintrag, aber ich wollte auf etwas aufmerksam machen, was mir viel Freude bereitete. Und zwar die AT Hintergrundbilder für Smartphones von der Appalachian Trail Conservancy.

Quelle: http://www.appalachiantrail.org/home/community/hiker-lounge/wallpapers

Quelle: http://www.appalachiantrail.org/home/community/hiker-lounge/wallpapers
Quelle: http://www.appalachiantrail.org/home/community/hiker-lounge/wallpapers